Erlebnisareal Hermannsdenkmal, Detmold
Natur und Identität – Geschichte erleben im Dialog mit der Landschaft
Der Entwurf entwickelt die Grotenburg rund um das Hermannsdenkmal in Detmold zu einer vielschichtigen Naturerlebnislandschaft, die Geschichte, Landschaft und Begegnung miteinander verbindet. Ziel ist es, die besonderen Qualitäten des Ortes behutsam weiterzuentwickeln, historische Spuren sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf das denkmalgeschützte Ensemble und seine landschaftliche Umgebung zu eröffnen.
Zentrales Element des Entwurfs ist der Lipperlandring, ein kreisförmiger Holzsteg rund um den historischen Bismarckstein. Als verbindendes Element zwischen den bestehenden Wegen und historischen Orten entwickelt er sich über dem ehemaligen Steinbruch zu einem Baumwipfelpfad mit eindrucksvollen Ausblicken über den Teutoburger Wald. Gleichzeitig wird der Ring zum Ort der Wissensvermittlung, der die Entstehungsgeschichte des Denkmals und die Besonderheiten der Landschaft auf vielfältige Weise erlebbar macht.
Die historischen Bereiche rund um das Hermannsdenkmal, die Bandeltreppe und die ehemalige Bandelhütte werden denkmalgerecht und mit sensiblen Eingriffen aufgewertet. Bestehende Materialien und räumliche Strukturen bleiben erhalten und werden durch neue Aufenthaltsbereiche, zurückhaltende Gestaltungselemente und zeitgemäße Informationsangebote ergänzt. Auch der neu gestaltete Eingangs- und Parkplatzbereich wird Teil der Erlebnislandschaft und vermittelt mit Aussichtspunkten und einem historischen Zeitstrahl erste Einblicke in die Geschichte des Ortes.
Drei thematische Rundwege erschließen die unterschiedlichen Facetten der Grotenburg. Sie führen durch den Wald, entlang historischer Wallanlagen und rund um den ehemaligen Steinbruch. Kleine Erlebnisstationen, gezielte Blickbeziehungen und landschaftliche Interventionen laden dazu ein, Natur und Geschichte aus wechselnden Perspektiven zu entdecken.
So entsteht eine identitätsstiftende Erlebnislandschaft, die das kulturelle Erbe des Hermannsdenkmals bewahrt, die landschaftlichen Besonderheiten der Grotenburg stärkt und den Ort für kommende Generationen neu erlebbar macht.
Verfahrensart: Realisierungswettbewerb, 1. Preis
Auftraggeber: Landesverband Lippe
Zeitraum: 2025-2030
Fläche: 3,0ha
In Zusammenarbeit mit ARQ Architekten und Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft